Kein Märchen. Kein Krönchen. Eher ein Song für den Moment, in dem man aus einer Rolle aussteigt, die nie gepasst hat.

Humor, Musik, Kunst& Erdung


Denken hilft nicht immer.

Bewegung oft schon.

 

Der Körper übernimmt.

Schaukeln. Mitgehen. Aus dem Takt fallen.

Kurz weg vom Kopf.

 

Lachen ohne Anlass.

Ein Video zu viel.

Oder genau richtig.

 

Musik macht den Rest.

Klassik.

Techno.

Metal.

Oder etwas völlig anderes – je nach Moment.

 

Hier landet, was zwischendurch trägt.

Ohne Erklärung.

Ohne Zweck.

 

Nicht alles muss Bedeutung haben.

Manches reicht, weil es wirkt.

Ideen folgen spontan.

 

Ein Lied, das nicht kuscht. Es fragt oben nach, wo unten Menschen den Preis zahlen.

Nur Rhythmus 

Ein Lied für den Moment, in dem Schweigen Gewicht bekommt und Freundlichkeit ihre Grenze zieht

09.04.2026.

 

Heute war so ein Tag, an dem mein Gehirn beschlossen hat, keine Gefangenen zu machen. Hyperfokus. Voller Zug. Fünf Kapitel rausgehauen. Nicht hübsch portioniert, nicht in kleinen didaktischen Scheibchen, sondern eher wie ein innerer Dammbruch mit Struktur.

 

So ist das bei mir manchmal. Wenn es läuft, dann läuft es. Dann denke ich nicht in Teelöffeln, sondern in Schaufeln. Neurodivergenz kann einen ganz schön zerlegen, aber an solchen Tagen bringt sie auch etwas hervor, das ich nicht kleinreden werde: Tempo, Tiefe, Verbindung, Klarheit, Spaß.

 

Und ja, es hat mir heute richtig gutgetan. Es hat geerdet. Es hat geordnet. Es hat Druck rausgenommen. Ich mag solche Tage, auch wenn ich morgen vielleicht daliege wie ein ausgespuckter Kaugummi mit Restbewusstsein.

 

Aber gut. Dann war wenigstens Leben drin.

Und Kapitel liegen noch genug auf Halde.

 

Mein Sein ist älter als jede Rolle.

Vor Frau.

Vor Mutter.

Vor Krankenschwester.

Da war dieses Kind.

Und die vielen bunten Pferde.

Sie waren mein sicherer Ort.

 

 

Ein Lied für das, was schon da war, bevor andere Namen daraus machten.